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Die Gründungsveranstaltung im Bürgersaal der Marktgemeinde Marktleugast

Gemeinsam negativen Entwicklungen entgegensteuern
Lebensqualität durch Nähe – ein Thema, ein Motto, aber auch eine Chance ......
Stammbach, Marktleugast, Grafengehaig und Kupferberg arbeiten zusammen

Gründungsveranstaltung im Bürgersaal der Marktgemeinde Marktleugast

Die Entwicklung in unserem Raum weist in mancher Hinsicht eine negative Tendenz auf. Mit der gemeinsamen Initiative „Lebensqualität durch Nähe“ wollen die Kommunen Grafengehaig, Kupferberg, Marktleugast und Stammbach diesem entgegensteuern und haben dazu Ende April im Bürgersaal in Marktleugast ein erstes Achtungszeichen gesetzt. Mit 80 Besuchern traf die Einladung der vier Bürgermeister auf eine sehr gute Resonanz und auch die ersten Meldungen zur Mitarbeit in den angeregten fünf Arbeitskreisen sind sehr vielversprechend.

„Um der negativen Entwicklung in Bezug auf die Abnahme der Wohnbevölkerung sowie dem Rückgang der Arbeitsplätze entgegen zu steuern, da ist in erster Linie der Staat gefordert. Das dürfte allen klar sein, doch wenn uns der Staat nicht hilft, müssen und werden wir uns selber helfen. Wir wollen nicht untätig sein und mit der Initiative, Lebensqualität durch Nähe’ ein Selbsthilfezeichen setzen. Geht es dem Handwerk, den Betrieben, Vereinen und Dienstleistenden gut, ist dies eine Chance zum Überleben und dem Nachfolger eine sichere Existenz zu garantieren groß. Damit bleiben auch junge, gut ausgebildete Bürger hier in der Heimat sesshaft und erhalten und beleben weiterhin die Vereine und Organisation“, betonte der Gastgeber, Marktleugasts erster Bürgermeister Manfred Huhs bei seinem Willkommen. Er freute sich, dass die vier Gemeinden gemeinsame Sache machen und die Kommunalgremien voll hinter dieser Initiative stehen. Welche vielfältigen Möglichkeiten beim Schopfe gepackt werden könnten, werde der Regionalmanager des Landkreises Kronach, Willibert Fehn anreißen. Dann gelte es darüber gemeinsam zu diskutieren und an die Arbeit zu geben. „Ich wünsche uns in diesem beginnenden Bewusstseinsbildungsprozess viele neue Ideen und Erkenntnisse. Gehen wir’s an“, sagte Huhs.
„Wir haben uns zum Ziel gesetzt unsere Bevölkerung aus den Umlandgemeinden, die Selbstständigen, Firmen, Gruppen, Vereine, Verbände, Landwirte und Dienstleistende intensiver heranzuführen und vorzustellen. Es gilt für sich selbst zu werben und die vorhandene Qualität anzupreisen, um Kaufkraft in der Region zu halten und den Betroffenen damit weitere Chancen zu geben, sowie der Jugend eine bessere Zukunft zu gewährleisten“, wusste sich das Marktleugaster Gemeindeoberhaupt mit seinen Kollegen Fritz Schramm (Grafengehaig), Herbert Opel (Kupferberg) und Karl Philipp Ehrler (Stammbach) einig. „Wir rufen zum Mitmachen auf, denn wir wollen Leben in unseren Orten haben und das soll, ja muss, weiter pulsieren“, brachte es der Redner auf den Punkt.

„Wir haben strukturelle Probleme und werden dies so schnell auch nicht abstellen können. Wenn wir aber zusammen daran arbeiten, können wir den Prozess verlangsamen oder gar ein Stück aufhalten“, sagte Stefan Herz, der zusammen mit seinem Ratskollegen Oswald Purucker die Sache ,Lebensqualität durch Nähe“ im Marktleugaster Rat initiiert und mit Rückendeckung des gesamten Gremiums auf die Schiene gesetzt hatte. „Aktive Bürger gestalten ihr Lebensumfeld. Die richtige Euphorie kommt heute Abend noch nicht auf, doch das wird sich ändern und wie im oberen Rodachtal ein Ruck durch die Bevölkerung gehen“, zeigte sich Purucker überzeugt.

Hinter einer Tafel gaben die Gekommenen mit dem Aufkleben von grünen und schwarzen Punkte ein erstes Meinungsbild, ob sie glauben hier vor Ort die Entwicklung ihrer und der Umlandgemeinden beeinflussen zu können. „Zwei Drittel hoffnungsvolle Menschen im Bürgersaal, das stimmt sehr positiv“, jubilierte Oswald Purucker.

Der Kronacher Regionalmanager Willibert Fehn zeigte an vielen Beispielen aus dem oberen Rodachtal und den Kommunen Nordhalben, Steinwiesen und Wallenfels auf, dass es gelingen kann im eigenen Gemeindebereich etwas positiv zu verändern. „Das Kirchturmdenken gehört der Vergangenheit an und das bewusste Bekenntnis zur kommunalen Kooperation ist nötig und richtig. Miteinander und Füreinander arbeiten, sich einbringen und etwas für die lokalen Strukturen tun heißt das Gebot der Stunde“, schrieb Fehn allen in der Region ins Stammbuch. Auf den in den Gemeinden vorhandenen wirtschaftlichen Kräften könne aufgebaut und durchaus neue Geschäftsfelder eröffnet werden. „Eigeninitiative lohnt sich immer und persönlicher Nutzen ist erlaubt, ja die Triebfeder zum sich aktiv einbringen“, skizzierte der Kronacher. Er bat aber behutsam Schritt für Schritt vorzugehen und nicht gleich zuviel zu wollen. Ein Branchenführer und eine Gewerbeschau seien sicher erste Ansätze, denn nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber!“ gehöre Klappern halt zum Handwerk. „Wer heute da ist, will aktiv mitgehen“, zeigte sich Willibert Fehn überzeugt.

„Wir haben es in zweijähriger Grundlagenarbeit sorgfältig vorbereitet, um hier vor Ort zum Wohle aller etwas zu bewegen. Die Lebensqualität beginnt in den Köpfen der Menschen“, stieg Oswald Purucker in den Vorschlag der Bildung von fünf Arbeitskreisen ein. „Es wurde viel diskutiert und es sind auch schon einige Ideenkärtchen ausgefüllt. Gedacht ist an eine Gewerbeschau, um den hiesigen Bewohnern das vorhandene Angebot allumfassend vorzustellen“, sagte Karl-Philipp Ehrler auch im Namen seiner Mitstreiter Fritz Schramm und Josef Haas nach der Gesprächsrunde am Tisch des Arbeitskreises „Wirtschaft“. „Wir werden Gutes schaffen. Es muss aber langsam wachsen“, pflichteten Reinhard Holhut und Oswald Purucker vom Bereich „Tourismus und Gastronomie“ bei. „Das Wirgefühl in den Gemeinden intensivieren und die Ökumene verstärken sind erste Ansätze“, sagte Franz Uome für den Kreis „Gemeinschaft, Sport, Kirche und Soziale Einrichtungen“, für den auch Friedrich Petzet, Matthias Gabeli und Karin Thomas Ansprechpartner sind. „Wir müssen uns weiter treffen, um gemeinsam das Gewollte auf den Weg zu bringen. Auch dürfen noch einige mehr mitmachen“, forderte Stefan Heinold für die „Landwirtschaft“ ein. „Einen Branchenführer erarbeiten, wie auflegen und verteilen“, darin sehen Klaus-Peter Wulf und Stefan Herz vom Aktionskreis „Medien“ den ersten Ansatz.

Zum Ende der Auftaktveranstaltung gab es noch ein zweites Stimmungsbild. „Eine große Zahl, die beim ersten Mal negativ gestimmt war, ist ins Positive umgeschwenkt“, freute sich Stefan Herz. „Eine kleine Handwerksmesse sollte der erste Schritt sein, um positive Effekte ins Bild zu setzen. Wir wollen für unsere Gemeinden und die Region arbeiten. Es wird werden und das können wir alle brauchen“, sagte der Marktleugaster Bürgermeister Manfred Huhs in seinem Schlusswort. Er bat alle Gekommenen über die gewollte Sache zu sprechen, denn Mundpropaganda sei wertvoll.

Bürgermeister Karl Philipp Ehrler im Gespräch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Informationsstand des Arbeitskreises „Wirtschaft“. Die Arbeitskreise werden sich in den nächsten Wochen erstmals treffen. Wer noch mitmachen möchte, kann sich in der Gemeindeverwaltung melden. Das Projekt lebt vom bürgerschaftlichen Engagement.
Geschäftsleiter Michael Laaber, Gemeinderat Oswald Purucker und Bürgermeister Huhs aus Marktleugast, Bürgermeister Fritz Schramm (Grafengehaig), Bürgermeister Herbert Opel (Kupferberg), Bürgermeister Karl Philipp Ehrler (Stammbach), Referent Willibald Fehn (Regionalmanager im Landratsamt Kronach) sowie Initiator und Gemeinderat Stefan Herz aus Marktleugast.
Gemeinderat Friedrich Petzet im Gespräch am Infostand
Stammbacher Bürger im Gespräch beim LQN-Auftakt
Es war viel los. Reges Treiben herrschte an den Infoständen beim LQN-Auftakt.
Mo., 17. Dezember 2018
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